ARIADNE Verein zur Hilfe für Alterskranke und seelisch Kranke e.V.

Projekte

Therapeutische Wohngemeinschaften für junge seelisch Kranke

Drei therapeutische Wohngemeinschaften bauen eine Brücke zwischen dem geschützten Raum der psychiatrischen Klinik und der Lebenswirklichkeit. Sie bieten sozialpädagogische, psychologische und ärztliche Betreuung und ermöglichen für insgesamt 15 junge seelisch kranke Menschen das Wiedererlangen von Kompetenz und Selbstwertgefühl und die berufliche und soziale Reintegration. Der Verein übernimmt die Kosten für die Miete der Gemeinschaftsräume, Modernisierung und Reparaturen, und bei einem Krankenhausaufenthalt eines Bewohners die anfallenden Miet- und Betreuungskosten.

Betreutes Einzelwohnen

Patienten, die nach einem längeren Klinikaufenthalt wieder alleine leben, werden von einem Sozialpädagogen individuell zu Hause betreut. Durch organisatorische Unterstützung und Gespräche gewinnen die meist jungen Menschen mehr Sicherheit und Selbstbewußtsein und finden sich rascher wieder im Alltag und Berufsleben zurecht. Diese Unterstützung kann seelische Krisen bereits im ambulanten Bereich auffangen, so daß Rückfälle in die Krankheit vermieden werden können.

Gerontopsychiatrische Wohngemeinschaft

Im Oktober 2000 konnte Ariadne mit Hilfe einer großzügigen Spende der <Jakob und Marie Rothenfußer-Gedächtnisstiftung> die erste ambulant betreute Wohngemeinschaft für verwirrte ältere Menschen in Süddeutschland einrichten. Männer und Frauen, mittelschwer dement und pflegebedürftig, wohnen in einer großen Wohnung zusammen. Sie werden rund um die Uhr vom Pflegedienst <Carpe Diem> betreut. Dieser wurde eigens für die gerontopsychiatrische Wohngemeinschaft gegründet und besteht aus einem Team von erfahrenen Fachpflegekräften, Altenpflegerinnen und Zivildienstleistenden. In vielen Fällen kann dadurch die zwangsweise Unterbringung auf einer geschlossenen Station verhindert werden. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung des normalen Alltags: jeder Bewohner soll die Möglichkeit erhalten, seinen Alltag mit den ihm verbleibenden Fähigkeiten zu bestimmen und zu gestalten, mehr als dies in einer Klinik oder einem Pflegeheim erreichbar ist. Inzwischen steht dieses Projekt unabhängig von unserem Verein auf eigenen Füßen der <Jakob und Marie Rothenfußer-Gedächtnisstiftung>.

Kunsttherapie

aus der Kunsttherapie <Malen befreit meine Seele> (Zitat einer Patientin). Kunsttherapie ist für Menschen in einer seelischen Krise oft die erste Möglichkeit, einer tiefen Verunsicherung ohne viel Worte, sondern gestalterisch Ausdruck zu verleihen. ARIADNE ermöglichte, daß diese Therapieform unter der Leitung einer erfahrenen Kunsttherapeutin fester Bestandteil des Klinikalltags geworden ist. Inzwischen finanziert der Verein eine freie Kunsttherapiegruppe, in der ehemalige Patienten im gemeinsamen Schaffen Kreativität und Selbstwert wieder erfahren.

Musiktherapie

Im Sommer 2003 wurde durch eine großzügige, zweckgebundene Spende Musiktherapie als weitere Möglichkeit für Patienten, ihre kreative Fähigkeiten zu entfalten, etabliert. Ein engagierter Musiktherapeut musiziert mit den Patienten verschiedener Stationen einmal wöchentlich.

Das Theaterprojekt <À PROPOS>

TheaterprojektEine sehr erfolgreiche Initiative war die Gründung einer Theatergruppe mit Patienten der Wohngemeinschaften und Mitarbeitern der Klinik unter der Leitung einer professionellen Regisseurin und ihres Dramaturgen.  Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und in der Psychiatrie professionell Tätige (Psychiater, Psychologen, Sozialpädagogen) können sich so ohne therapeutischen Anspruch begegnen. Sieben auch in den Medien beachtete Inszenierungen kamen bislang zur Aufführung: <Absurditäten> nach Karl Valentin, <Lucky Hans>, <Was Besseres als den Tod...> nach Motiven der Gebrüder Grimm, <Schlachtplatte a la Nero> frei nach Labiche, <Liebst du mich> nach R. D. Laing <Kleiner Mann was nun?> nach Hans Fallada und <Rückehr nach Utopia – ein Zwischenstopp> nach Motiven der Bremer Stadtmusikanten verbunden mit dem Gesellschaftsmodell von Thomas Morus. Aktuelle Informationen finden sie unter www.theater-apropos.de

Weitere Informationen zum Theaterprojekt finden Sie in der Publikation Kunsttherapie bei psychischen Störungen, 1.Auflage, Kapitel 7.5: Theaterspiel mit psychisch Kranken – Eine Therapie? (PDF)

Was noch?

Der Verein

  • organisiert Vernissagen mit Bildern der Patienten, Musikveranstaltungen, kleine Feste und Theaterbesuche für Patienten
  • unterhält einen Kleinbus für Patientenausflüge und Transporte
  • finanziert und gestaltet Freizeitaktivitäten
  • hilft in Einzelfällen unbürokratisch Patienten in besonderen Notlagen
Theaterprojekt


Wir wollen unsere schöne und wichtige Aufgabe zum Wohl der Betroffenen und ihrer Angehörigen auch künftig erfüllen. Dazu benötigen wir Ihre finanzielle Hilfe und bitten Sie herzlich um eine Spende auf das Konto unseres Vereins.

Helfen Sie!

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und Ihr Wohlwollen.

Spendenkonto: HypoVereinsbank München, Konto: 68 60 13 42 90, BLZ: 700 202 70